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20. Mai 2013

Container-Queen

Ist schon fast ein kleiner Sport geworden... samstags... der Containerhof und ich zwischen den genervten Hausmännern auf der Jagd nach brauchbaren Dingen. So lange halte ich eigentlich noch nicht gezielt Ausschau, aber die Kleinode, die mir schon untergekommen sind haben mich wirklich staunen lassen.

Die paar gelben Säcke sind ja schnell eingeworfen. Trotzdem drehe ich meistens noch eine Runde um die Möbelholz- und Sperrmüllcontainer und spähe hoffnungsvoll hinein. Es könnte ja sein, dass... tatsächlich! Da, unter dem alten Schränkchen eingekeilt blitzt doch ein dunkler Stuhlsitz hervor. Oh mann, den muss ich haben. Der Container ist Gott sei Dank fast bis oben hin gefüllt, sodass ich keine Angst zu haben brauche festzustecken, wenn ich rein hüpfe. Die netten Bauhofmänner helfen mir sogar es freizulegen und den Schatz zu bergen - und ein Schatz, das ist es, ohja! Mein Schaatzzzz!
Vor lauter Freude kommen mir sogar die Tränen, als ich alles sicher im Kofferraum verstaut habe.
Und seither stellt sich mir die Frage: Wer wirft sowas weg?

In der Garage musste der Schaukelstuhl, eine Jahrzente alte Handarbeit, bei der schon eine Kuhle ins Holz gesessen ist, ein paar Wochen ausharren, bis wir Zeit hatten für den Neuanstrich. Aber jetzt endlich darf er unser Wohnzimmer zieren. Was man für tolle Dinge finden kann - unfassbar, oder?

4. September 2012

Froschkönig muss draussen bleiben


 Heute in der Mittagspause habe ich mich an unseren Urlaub vor zwei Jahren in der Bretagne erinnert. Es war so ziemlich die gleiche Zeit, als wir des nächstens auf der Autobahn losgebraust sind und erst in Paris wieder angehalten haben. Ja, ein ziemliches Stück, aber wir wollten so schnell wie möglich "im Urlaub" sein. Nichtsdestotrotz braucht jeder mal eine Autofahrpause und die haben wir in Versailles eingelegt. Nagut, die Parkplatzssuche und die kilometerlange Schlange an Touristen, die sich vor dem Schloss aufgebaut hatte hat uns erstmal abgeschreckt, aber eigentlich wollten wir nicht das Schloss anschauen (dafür braucht man einfach viel mehr Zeit), sondern uns die Füße vertreten. Also haben wir flugs eine Karte für die Gärten gekauft, um dort ein wenig zu spazieren - nein, flanieren muss man angesichts so einer Kulisse ja sagen.
Besonders schön fand ich dort die Wasserbecken und Brunnen, die zahlreich vorhanden sind, was man in einem Barockschloss schließlich erwarten darf. Die Erholung hat sich sofort eingestellt.
denn auch wenn man es sich nicht bewusst macht - wenn Wasser in der Nähe ist fühlt man sich prompt entspannt. Ein leises Plätschern eines Baches, die friedliche Ruhe eines Sees oder das tosende Meer. Wer mag das nicht?

Jetzt haben wir zwar in unserem aktuellen Garten einen kleinen Wasserlauf - aber der ist schließlich draussen und wir thronen auf unserem Balkon ein Stockwerk darüber. Also habe ich kurzerhand ein paar Glasgefäße mit Wasser gefüllt und Schwimmpflanzen aus dem Teich geholt. Ein kleiner Teich im Esszimmer! Eigentlich würde jetzt nur noch ein quakender Frosch fehlen, aber den lassen wir lieber mal draussen.
Übrigens halten die Wasserpflanzen entgegen meiner Erwartung sehr lange frisch. Ab und an sollte man vielleicht mal die Pflanzen abbrausen und in frisches Wasser setzen. Ein paar kleine Schnecken habe ich dabei auch gefunden, die sich bei uns eingenistet haben.




26. August 2012

Gemüse ist mein Freund

Falls jemand mal behauptet haben sollte, dass Gemüse nicht schön ist, hat er definitiv unrecht. Vor allem, wenn sie so schöne Blüten entwickeln. Man kann sich an viele Stillleben mit Obst aus der Kunst erinnern. Bei Gemüse fällt einem vielleicht noch der italienische Künstler Giuseppe Arcimboldo (16. Jhdt.) ein.
Trotzdem sollte man ihre dekorativen Zwecke nicht ausser Acht lassen. Herr Böfflamott erkennt sowas zum Glück ganz schnell und hat mir vor ein paar Tagen eine Zierartischocke mitgebracht, die seither bei uns wohnt. Essbar ist dieses Exemplar zwar nicht, dafür hält sie aber umso länger frisch im Gegensatz zu ihren verzehrbaren Schwestern, die oft schnell braun werden – zumindest hierzulanden. Die Artischocke vom Floristen hat auch einen langen Stiel und ist damit vasentauglich (hier in einer alten Kaffeekanne, die wir für sechs Euro beim Nachtflohmarkt ergattert haben).

Und wer doch auf den Gschmack gekommen ist:Vor zwei Wochen gab es bei uns tatsächlich mal wieder Artischocken zum Abendessen. Wer erstmal raus hat, wie sich die Dinger am besten essen lassen und sich nicht vom Mit-den-Fingern-Essen und dem ungenießbaren „Heu“ hat abschrecken lassen, kann diese Distel zum Beispiel mit einem leckeren Senf-Dip genießen. Hier passt zum Beispiel gut die Sauce, die es zum Steak-Carpaccio gab.

Auch Zucchiniblüten sind natürlich toll zum essen, vor allem gefüllt. Leider sind die bei uns ja nicht so leicht zu bekommen, daher haben wir sie bis jetzt nur frisch vom Markt im Urlaub in Südfrankreich zubereitet.